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Präsentation Projektstudie „Erreichbarkeit im Lebensmittelhandel – Wissenschaft trifft Praxis“

Foto Befragung FahrradkundenDie Erweiterung von Verkaufsflächen im Handel und damit die mögliche Verlagerung von Kaufkraft, Arbeitsplätzen und Verkehr wird in Salzburg aktuell kontrovers diskutiert. Ungeachtet dieser Diskussion hat das Unternehmen Hofer KG mit dem PLUS Career Center der Universität Salzburg vor einem Jahr ein interfakultäres Pilotprojekt initiiert, um die Erreichbarkeit der Hofer-Filialen in der Stadt Salzburg mit dem Umweltverbund im Kontext von Kundenzufriedenheit und Mobilitätsattraktivität zu ermitteln.

Mobilitätsattraktivität und Erreichbarkeit von Standorten erheben, analysieren und visualisieren

Erreichbarkeit von Hofer Filialien - FahrradDurchgeführt wurde diese Projektstudie von Katharina Kaltenbrunner, FB Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der RW Fakultät, Bernhard Zagel vom GI Mobility Lab des IFFB Geoinformatik – Z_GIS und Studierenden beider Fachbereiche im Rahmen von zwei Lehrveranstaltungen. Das LV-Projekt lieferte auf Basis einer großen empirischen Studie bei den Kunden des Lebensmittelversorgers eine kritische Analyse zur Attraktivität von Hofer-Filialen in der Stadt Salzburg. Diese Erhebung wurde auf Basis von demographischen Daten durch geoinformatische Analysen abgeglichen und analysiert.

In der Studie behandelte Fragen und Anknüpfungspunkte:

  • Wie sieht die Erreichbarkeit der Hofer-Filialen in der Stadt Salzburg durch den Umweltverbund aus?
  • Welche Einzugsgebiete haben die einzelnen Filialen aus Sicht von Fuß-, Rad- und Öffentlichem Verkehr?
  • Wirkt sich die Erreichbarkeit als nachhaltiger Faktor für Kundenzufriedenheit aus?
  • Welches Potential bietet die geoinformatische Betrachtung einer Befragung?
  • Wie wirken sich die Ergebnisse auf aktuelle und künftige Entscheidungen aus?
  • Bestätigt die wissenschaftliche Studie die Annahmen aus der Praxis?
  • Welcher Nutzen ist auf beiden Seiten entstanden?

Präsentation der Projektstudie – Erreichbarkeit im Lebensmittelhandel
Ort: Unipark Nonntal, Raum 4.302 (Dachterasse, 4. Stock) | 11.05.2015, 18:00 Uhr

Programm:
Begrüßung: VR Univ.-Prof. Dr. Sylvia Hahn
Vorstellung der Projektstudie und Zielsetzungen (Dr. Martin Mader)
Präsentation ausgewählter Ergebnisse der Befragung und GI Analyse (Dr. K. Kaltenbrunner, Dr. B. Zagel und Studierende)
Empfehlungen zur Verbesserung von einzelnen Filialen (Mag. Edwin Feichter, Hofer KG).

Diskussion und Imbiss im UNIKUM SKY

Öffentliche Veranstaltung – Interessierte sind herzlich eingeladen!

2015-04-28T09:51:24+00:00 April 28th, 2015|Uncategorized|0 Comments

EDC Best Student Award für Robin Wendel

Großer Erfolg für Robin Wendel: für die Entwicklung eines Web-basierten Tools zur interaktiven Straßenraumbewertung erhielt Robin kürzlich den renomierten Best Student Award von ESRI. Der Fachbereich für Geoinformatik, Z_GIS, vergibt als ESRI Developer Center diesen Preis einmal jährlich.

Im Rahmen seiner Masterarbeit entwickelte Robin eine Anwendung, mit Hilfe derer der Straßenraum anhand von gewichteten Indikatoren hinsichtlich seiner Qualität (z.B. Verkehrssicherheit für RadfahrerInnen) evaluiert werden kann. Technologisch machte sich Robin eine ArcGIS Server Infrastruktur, gekoppelt mit dem Cloud Service von ArcGISonline zunutze; die Funktionalität ist mittels JavaScript implementiert.
Im Vergleich zum vorhandenen Indikatoren-basierten Bewertungsmodell (Loidl & Zagel 2014), erlaubt dieses Tool die interaktive Adaption der Gewichte sowie eine Simulation von Maßnahmen. Diese Interaktivität ist sowohl ein wichtiger Baustein für die Entwicklung personalisierter Informationssysteme, dient aber auch der Kalibrierung des vorhandenen Modells und kann darüber hinaus für Simulationszwecke verwendet werden. Insbesondere der letzte Aspekt macht diese Anwendung zu seinem interessanten Werkzeug für den Planungsalltag: bevor Maßnahmen eingeleitet bzw. umgesetzt werden, kann der Effekt dieser Änderungen auf die Gesamtqualität des Straßenraums simuliert und aus Sicht bestimmter NutzerInnengruppen bewertet werden. So kann sich beispielsweise herausstellen, dass die Reduktion der erlaubten Höchstgeschwindigkeit einen ähnlichen Effekt auf das Gefährdungspotential von RadfahrerInnen hat, wie das Auftragen eines Mehrzweckstreifens etc.

Noch ist die Anwendung nicht frei im Web verfügbar – an einer Version über diesen ersten Demonstrator hinaus wird jedoch gearbeitet. Konzeptionell ist die Anwendung einfach auf weitere Anwendungsfälle übertragbar. Im Zuge der aktuellen Projekttätigkeit im GI Mobility Lab, lag die Demonstration im Kontext der Radverkehrssicherheit jedoch nahe.

2015-04-01T19:43:38+00:00 April 1st, 2015|Update|1 Comment

Umfrage Winterradfahren: erste Ergebnisse

An unserer Umfrage zum Winterradfahren haben über 1.000 Personen teilgenommen und uns einen tiefen Einblick in die Eigenschaften, Einschätzungen und Bedürfnisse von WinterradfahrerInnen gewährt. Herzlichen Dank für die Teilnahme!

CaptureNeben der unerwartet hohen Anzahl an TeilnehmerInnen zeigten begleitende Medienberichte und die über 250 individuellen Rückmeldungen, dass mit dem Thema “Winterradfahren” offensichtlich ein Nerv getroffen wurde. Für uns als Forschungseinrichtung ist dies ein ermutigendes Signal,  weiterhin nahe an der Alltagsrealität Innovationen voranzutreiben und damit einen Beitrag zur ganzjährig nachhaltigen  Mobilität zu leisten.

Die Daten, die im Rahmen der Umfrage erhoben werden konnten, wurden in den letzten Tagen ausgewertet. Ein erster Bericht dazu kann hier heruntergeladen werden.
Weiterer Publikationen für Fachzeitschriften und Konferenzen sind in diesem Zusammenhang in Vorbereitung – schauen Sie bei Interesse einfach wieder einmal bei unserer Homepage vorbei oder nehmen Sie mit uns Kontakt auf!

Übrigens, seit kurzem steht die Niederschlagsprognose, basierend auf den hochgenauen INCA Daten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), für das ganze Bundesland Salzburg zur Verfügung. Gepaart mit den optimierten Routenvorschlägen für RadfahrerInnen kommen Sie damit hoffentlich nicht nur sicher, sondern auch trocken ans Ziel: www.radlkarte.info.

2015-03-26T21:21:01+00:00 March 26th, 2015|Update|0 Comments

Smart City Salzburg setzt auf Smart Mobility Komponenten von ZGIS

Seit einigen Jahren positioniert sich die Landeshauptstadt als “Smart City“, mit dem Ziel den Energieverbrauch der Stadt durch intelligente Lösungen zu senken und einen nachhaltigen Beitrag zur Lebensqualität zu leisten. Dass in derartigen Anstrengungen dem Verkehr eine bedeutende Rolle zukommt, erklärt sich ob der zahlreichen, meist negativen Implikationen des motorisierten Individualverkehrs, von selbst. Folglich nimmt im nun neu aufgelegten Smart City Masterplan 2015 die Mobilität breiten Raum ein.

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Hier freut es uns natürlich besonders, dass die, von uns mitentwickelte, Radlkarte als Leuchtturmprojekt im Masterplan angeführt wird. Schön ist dabei zu sehen, dass in den zuständigen Abteilungen der Stadtverwaltung bereits viele Ideen für eine potentielle Weiterentwicklung des nunmehrigen Angebots vorhanden sind. Seitens des GI Mobility Labs, Forschungspartner der Stadt im Bereich nachhaltiger Mobilität, stehen wir natürlich gerne wieder mit Rad/t und Tat zur Seite, wenn konkrete Maßnahmen zur Stärkung nachhaltiger Mobilität den Weg von der Forschung in die Anwendung finden sollen.

P.S.: Veranstaltungshinweis: diese Woche findet in Salzburg die Smart City Week, mit vielen Programmpunkten, die die Mobilität betreffen, statt.
P.P.S.: Wegen erneuter, winterlicher Wetterverhältnisse wird das Thema Winter-Radfahren dieser Tage noch einmal aktuell. Bis kommenden Freitag ist die Teilnahme an unserer großen Umfrage zum Thema noch möglich. Gleich mitmachen!

2015-03-02T13:47:27+00:00 March 2nd, 2015|Uncategorized|0 Comments

Pressebericht zum Winterradfahren

Die nach wie vor laufende Umfrage zum Winterradfahren (Teilnahme noch bis 6. März möglich: https://de.surveymonkey.com/s/winter-radfahren) stößt nicht nur bei den unzähligen TeilnehmerInnen auf Anklang, sondern auch bei der lokalen Presse.

In der heutigen Ausgabe der “Salzburger Woche“, einer wöchentlichen Beilage der Salzburger Nachrichten, wird über die Umfrage berichtet:

2015-02-26-meine-woche-bericht-winterradfahren

Erste Ergebnisse aus der Umfrage werden noch im Laufe des März’ bereit stehen. Schon jetzt kann aber gesagt werden, dass die Relevanz des Themas größer sein dürfte als angenommen. Unerwartet viele Kommentare erreichen uns im Zuge der Umfrage. Die meisten davon sind äußerst konstruktiv und dienen als ausgezeichneter “Stimmungsbarometer” für die Bedürfnisse und Anliegen von WinterradfahrerInnen. Darüber hinaus lassen sich aber auch interessante, bisher wenig systematisch untersuchte, Aussagen zum fallweise “exotisch” anmutenden Mobilitätstypen Winterradler aus den Antworten ableiten.

 

2015-02-26T09:12:34+00:00 February 26th, 2015|Update|0 Comments

Umfrage Winter-Radfahren

2015-02-03-wintercycling7Winter-Radfahren liegt im Trend: immer mehr Personen steigen auch im Winter aufs Rad (VCÖ 2014).
Was aber braucht es, um Winter-RadfahrerInnen bestmöglich unterstützen zu können? Wie kann ein maßgeschneidertes Informationsangebot die Bemühungen “am Boden” (Infrastruktur, Winterdienst usw.) sinnvoll ergänzen? Und was motiviert Winter-RadfahrerInnen bzw. was hält andere vom Winter-Radfahren ab?
Um einen besseren Einblick in einige Facetten des Winter-Radfahrens zu erlangen, führen wir am GI Mobility Lab (IFFB Geoinformatik, Universität Salzburg) eine offene Umfrage zum Thema Winter-Radfahren durch.
An der Umfrage – die in etwa 15 Minuten in Anspruch nimmt – kann jeder bis einschließlich Freitag, 6. März teilnehmen.

Und hier geht’s zur Umfrage: https://de.surveymonkey.com/s/winter-radfahren.

2015-02-17T10:56:10+00:00 February 17th, 2015|Update|4 Comments

ZGIS Weihnachts Plenarmeeting

2014-11-27-poster-gimobilitylab-A1Bei mittlerweile 90+ Mitarbeitern, 8 Forschungsgruppen und zahlreichen Aus- und Weiterbildungseinheiten ist es gar nicht mehr so einfach den Überblick über die vielen Aktivitäten innerhalb des eigenen Fachbereichs (Instituts) zu wahren. Insofern war das alljährliche ZGIS Weihnachtsplenarmeeting gestern Abend ein willkommener Anlass die eigene Arbeit vorzustellen und die der Kolleginnen und Kollegen, die man während des Jahres nicht so unmittelbar “am Radar hat”, besser oder neu kennen zu lernen.

Anders als die letzten Jahre war das Plenarmeeting dieses Jahr als “open space” konzipiert. Dabei stellten die verschiedenen Gruppen des Fachbereichs an eigenen Ständen ihre jeweilige Arbeit vor und luden zum Diskutieren, Nachsehen, Erläutern und Weiterführend von Ideen ein – ein hoch kommunikatives Format, durch das die anberaumte Zeit schneller verging als so manchem lieb war.

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Ein Rundgang durch die “Ausstellung” machte dann auch sehr rasch deutlich wie vielfältig die Arbeit am Fachbereich ist und in welch erstaunlichen Domänen GI Konzepte und Technologien zur Anwendung kommen. Dass 3D Modelle des Gehirns am gleichen Fachbereit erstellt werden wie eine Fahrradroutinganwendung, Algorithmen zur automatisierten Extraktion von Flüchtlingsströmen aus Satellitenbildern oder Ansätze zum Fernerkundungs-basierten Landschaftsmonitoring mag ebenso überraschen wie, dass Kolleginnen, die Agenten-basierten Simulationen programmieren Tür an Tür mit solchen sitzen, die Crime mapping machen, mit Drohnen archäologische Ausgrabungsstätten hochauflösend aufnehmen oder ganze räumliche Informations-Infrastrukturen aufbauen. Dass die Studienangebote, die aus  einem solchen Umfeld heraus angeboten werden auf keinen Fall einseitig, geschweige denn langweilig sind, muss eigentlich nicht erwähnt werden. Und falls es doch noch Überzeugungsarbeit braucht, seien das neue AGI und das UNIGIS Videoclip wärmstens empfohlen.

Als GI Mobility Lab waren wir natürlich mit einem eigenen Stand vertreten. Dort zeigte Robin das erste Mal Ergebnisse seines Ansatzes unser Indikatoren-basiertes Bewertungsmodell für Netzwerke im Browser anzuwenden. Dabei handelt es sich um die Grundlage einerseits für personalisierte Routenauskunft und andererseits für innovative Planungstools – zwei Themen, die wir im neuen Jahr gerne weiter verfolgen möchten. Außerdem konnten unsere Kolleginnen und Kollegen die Hintergründe der Radroutinganwendung Radlkarte kennen lernen. Hierbei stieß vor allem die semiautomatisierte Datenüberprüfung (v.a. die Topologieprüfung) und die Standardisierung der Indikatoren auf Interesse. Und dass die Radlkarte nicht nur eine nette Spezialistenanwendung ist zeigte sich bei der Frequenz der Nachfragen, wie denn das Wetter für die Übersiedlung zur Weihnachtsfeier im Urbankeller werde … nicht wegen, aber informiert durch die Radlkarte schafften wir es dann tatsächlich trocken und auf relativ sicherer Route zum Abendessen 🙂

2014-12-18T14:32:39+00:00 December 18th, 2014|Update|0 Comments

GIS Day in Salzburg

Vergangenen Mittwoch fand der weltweit initiierte GIS Day (www.gisday.at) auch in Salzburg statt. Der Fachbereich für Geoinformatik, Z_GIS lud Schulklassen zu Präsentationen und Workshops ein und bot dabei Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte der digitalen Geographie. Seites des GI Mobility Lab wurden diesmal gleich zwei Stationen betreut, womit praktisch am Thema “Radverkehr” niemand vorbeikam.

An der einen Station wurde erstmals die neueste Version des Fahrradportals Radlkarte.info (im Web verfügbar unter www.radlkarte.info) einem öffentlichen Publikum vorgestellt. Vor allem das hinzugekommene Regenradar stoß an diesem verregneten Morgen auf Begeisterung, war doch abzusehen, dass die SchülerInnen nach der Veranstaltung trockenen Fußes nach Hause kommen würden. Unabhängig vom Wetter erwies sich die Topographie in so manchen Fällen als größtes Hindernis das Fahrrad regelmäßig auf dem Weg zur Schule zu verwenden.

Bernie erklärt warum die Radlkarte eigentlich jeden zum Radfahren motivieren sollte.

Bernie erklärt warum die Radlkarte eigentlich jeden zum Radfahren motivieren sollte.

Ebenfalls eine Premiere gab es für vier Schüler der HTL Salzburg, die erste Ergebnisse ihrer, vom GI Mobility Lab betreuten, Abschlussarbeit vorstellten. Bei diesem Projekt geht es um eine in-situ Erhebung von Gefahrenstellen im Radverkehr mithilfe von Smartphones. Die SchülerInnen testeten an dieser Station die entwickelte App bei einer virtuellen Radtour durch die Stadt und bewerteten die in einem Video gezeigten Gefahren anhand vordefinierter Kategorien auf dem Display. Neben der Sensibilisierung für die zahlreichen Hindernisse im täglichen Radverkehr war der GIS Day für die HTL Schüler eine gute Gelegenheit erste Usability Tests mit ihrer App durchzuführen.

Schüler der HTL Salzburg unterziehen ihre Rückmeldeapp ersten Usability Tests.

Schüler der HTL Salzburg unterziehen ihre Rückmeldeapp ersten Usability Tests.

Alle Fotos zum GIS Day stehen übrigens bei Flickr bereit.

2014-11-25T15:01:13+00:00 November 25th, 2014|Update|0 Comments

Radlkarte 2.0 – Gemeindeworkshop

Mittlerweile läuft unser aktuelles Projekt “Radlkarte 2.0” auf vollen Touren. Nachdem von den Auftraggebern die Straßen-bezogenen Daten bereitgestellt wurden, liegt nun ein Großteil der Arbeit bei uns. Konkret unternehmen wir momentan folgende Schritte (die Abbildung rechts zeigt, wie die einzelnen Schritte zur Qualität der finalen Anwendung beitragen:

  • 2014-04-25-veredelung_daten_kleinDa die GIP Daten nur über ein Textfile (IDF Format) nach außen gegeben werden, müssen wir den Graphen neu aufbauen und mit den entsprechenden Attributen verbinden. Dazu wird eine Datenbank-basierte Lösung erstellt.
  • Die GIP Daten werden in Hinsicht auf den Radverkehr systematisch evaluiert. [Der erste Eindruck ist sehr gut!]
  • Das Indikatoren-basierte Bewertungsmodell wird für die neue Datengrundlage angepasst und kalibriert. Im Zuge dessen wird das Modell neu konzipiert um in Zukunft gänzlich unabhängig vom Datenmodell und der Attributstruktur zu sein. Ein erster Überblick dazu bietet unser heuriger GI-Forum Artikel.
  • Um das vielfach entscheidende, aber meistens nur implizit vorhandene, lokale Wissen zum Radverkehr im Bewertungsmodell entsprechend berücksichtigen zu können, werden Experten aus den Gemeinden in die Datenaufbereitung eingebunden.

Zum letztgenannten Punkt fand heute ein Expertenworkshop mit den neuen, beteiligten Gemeinden statt. Dabei ging es einerseits darum die vorhandenen Daten zu überprüfen und zu korrigieren und andererseits Rad-relevante Informationen zu verorten und zu dokumentieren. Es kommt beispielsweise durchaus vor, dass in den Gemeinden nicht die beschilderten, “offiziellen” Radwege die tatsächlich genutzten sind, sondern sich Verbindungen auf verkehrsarmen Nebenstraßen als besonders attraktiv erweisen. Solche und ähnliche Informationen zu sammeln war das Hauptziel des Workshops.

Lokales Wissen, das meist nur implizit vorhanden ist, wird kartiert und damit explizit gemacht. Die Berücksichtigung von lokalen Eigenheiten und Planungsabsichten trägt mitunter entscheidend zum Erfolg (bzw. zur Akzeptanz und Verwendung) von Informationsangeboten bei.

Lokales Wissen, das meist nur implizit vorhanden ist, wird kartiert und damit explizit gemacht. Die Berücksichtigung von lokalen Eigenheiten und Planungsabsichten trägt mitunter entscheidend zum Erfolg (bzw. zur Akzeptanz und Verwendung) von Informationsangeboten bei.

Der Erfolg der Radlkarte, bzw. der Radverkehrsförderung durch Informationsangebote, hängt ganz wesentlich vom Engagement der beteiligten Gemeinden selbst ab. Sie sind es, die vielfach für die Infrastruktur (mit) verantwortlich sind und die örtlichen Gegebenheiten kennen. Findet sich diese Information in den Daten und letztendlich in der Anwendung wieder, wird sie auch entsprechend von der lokalen Bevölkerung angenommen. Durch den klaren Fokus des Projekts auf den Alltagsradverkehr in der Stadt und im unmittelbaren Umland ist dies ein sehr wesentlicher Aspekt! So war es heute auch Ziel, einen weiterführenden Kommunikations- und Kooperationsprozess mit allen beteiligten Akteuren im Bereich des Radverkehrs bzw. im Projektkontext (Gemeinden, Land, Forschungseinrichtung, Firmen) anzustoßen und gezielt auszubauen.

2014-08-21T18:25:28+00:00 August 21st, 2014|Update|0 Comments

Klausur 2014

Die letzten beiden Tage verbrachte der Kern des GIMobility Labs auf der Halleiner Hütte um organisatorisch und inhaltlich die nächsten Sprünge vorzubereiten. Die Forschungsgruppe als formale Einheit ist noch vergleichsweise jung. Umso wichtiger ist es, gute Grundlagen für ein erfolgreiches Erwachsenwerden zu legen. Dazu gehört zum einen ein gesundes, organisches Wachstum (in diesem Sinne eine herzliches Willkommen unserem neuen Mitarbeiter Robin Wendel) und zum anderen eine geschärfte Identität.

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Methodisch steht die Übertragung, Weiterentwicklung und Anwendung von räumlichen Modellierungs- und Analysemethoden auf den gesamten Bereich der Mobilität im Vordergrund. Dies führt zu Innovationen in der Datenmodellierung, im Datenmanagement bis hin zu geographisch angereicherten Informationsangeboten und Planungswerkzeugen. Inhaltlich wollen wir in der Vergangenheit entwickelte Ansätze, vor allem im Radverkehrsbereich, auf verwandte Anwendungsdomänen ausdehnen. Hier geht unter anderem um die GIS-basierte Bewertung ganzer Netzwerke hinsichtlich verschiedener Aspekte (Sicherheit, Landschaftsästhetik usw.).

Den Sommer werden wir uns vor allem dem laufenden Projekt “Radlkarte 2.0” widmen. Daneben gilt es Forschungsanträge für 2015 vorzubereiten und zu verfassen. Natürlich wollen wir auch weiterhin unsere Ergebnisse AnwenderInnen und der wissenschaftlichen Community zur Verfügung stellen.
Und auch in post-AGIT Zeiten steht das Netzwerken mit Partnern aus der Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft auf unserer täglichen Agenda. Möglichkeiten dazu ergeben sich live im physischen Raum oder auf unseren diversen online Kanälen (z.B. auf Twitter @gimobility).

2014-07-26T20:46:41+00:00 July 26th, 2014|Update|0 Comments